Seit 5 Jahren läuft nun unsere „Solar“-Fotovolatik-Anlage – eine Zwischenbilanz

Kategorie: Tagebuch
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Datum: 04.10.2017

Unsere Fotovoltaik-Anlage läuft nun seit knapp 5 Jahren und drei Monaten, Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen:

  • Produzierte Energie gesamt: 23372 kWh
  • Davon selbst verbrauchte Energie: 3163 kWh
  • In das Netz eingespeiste Energie: 20209 kWh
  • Vom Stromanbieter tatsächlich bezahlte/angenommene Energie: 18660 kWh
  • Vom Stromanbieter (Nachts/bei schlechtem Wetter) zusätzlich bezogene, elektrische Energie: 6009 kWh
  • Betriebszeit gesamt: 21829 Stunden = 910 Tage = 30 Monate = 2,5 Jahre

Interessant sind, wie ich finde, folgende Auslegungen:

  • 1500 kWh wurden nicht vom Stromanbieter abgenommen, immerhin ein virtueller Verkaufs-Verlust von knapp 300 Euro
  • Zu über 50% der Zeit gibt es keine Sonne/Betriebszeit
  • Wir benutzen zur Sonnenzeit max. 25-30% der erzeugten Energie selbst, vermutlich wg. der Anzahl der Solarpanele
  • Wir müssen im Schnitt/insgesamt – z.B. wegen Nacht- und Schlechtwetterzeiten – über 70% elektrische Energie zukaufen, da wir kein Energie-Speichersystem besitzen
  • Wir haben elektrische Energie für ca. 3500 Euro verkauft und für 1562 Euro eingekauft, das bedeutet wir haben gerundet 2000 Euro in 5 Jahren „verdient“ und uns 750 Stromkosten/Jahr „gespart. Bei einer Investitionssumme von knapp 15000 Euro bräuchten wir demnach min. 25-30 Jahre bis sich die „Investition“ gelohnt hätte. Nicht dazugerechnet sind Wartungskosten, Updates und/oder die jährlichen Kosten der Netzbetreiber, was die Bilanz weiter verschlechterte.
  • Wir erzeugten gerundet 23000kWh Energie, verbrauchten in diesem Zeitraum inkl. dem zugekauften Strom allerdings nur 9000kWh, das heisst dass wir 300% Strom erzeugen, unsere 100% plus Strom für zwei weitere Haushalte- das ist durchaus beeindruckend.

Insgesamt blicke ich mit gemischten Gefühlen auf die Gesamt-Installation. Nicht wegen der Technik oder dem erzeugten Strom, auch nicht wegen der initialen Kosten, allerdings wegen der Bürokratie und den Netzkosten welche die so genannten Stromversorger, aber auch die Bundesnetzagentur verlang(t)en – dies macht die ganze „Geschichte“ wenig erquicklich.

Ich würde auch heute wieder eine PV-Anlage installieren, allerdings nur noch zum Eigenverbrauch und mit Batteriesystem(en) – niemals wieder möchte ich mit externen Stromnetzen und -anbietern etwas zu tun haben, das macht mir das Thema zu komplex, aber damals war ich ja noch jung 😉