Atomkraft? Nein, Bitte

Kategorie: Allgemein, Tagebuch
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Datum: 19.12.2012

Unverständlich, bei all den bekannten Poblemen und Auswirkungen, nicht erst seit Fukushima 2011, bleibt für mich der Umstand dass Menschen für Atomkraft sein können. Selbstverständlich ist Öl und Gas auch nicht unbedingt optimaler als „Übergangslösung“ (wohin auch immer), da es zu Erderwärmung beiträgt, aber Atomkraft?! Maschinen gehören weiter optimiert, damit Sie weniger Öl und Gas verbrennen und Atomkraft gehört abgeschafft – weltweit. Aber dazu kommt es wohl, trotz regelmässiger Beinahe-Katastrophen, wohl auch weiterhin nicht, was auch an der Tatsache liegen dürfte, dass man Atomwaffen meint zu brauchen – als wären andere Waffen nicht genauso gefährlich und tödlich.

Bereits Mitte Oktober gab es wohl eine Beinahe-Explosion eines iranischen Atomkraftwerkes, aber klar, „wir haben alles unter Kontrolle“, bleibt weiterhin ein beliebter Spruch in der Branche.

Übrigens die zwei Kraftwerksblöcke Bushehr, Iran wurden in den 1970’er Jahren von Siemens, bzw. der Siemens-AEG-Kooperationsfirma Kraftwerk-Union AG begonnen – der erste Kraftwerks-Block ging aber erst vor ca. einem Jahr, im Spetember 2011, ans iraniche Stromnetz und liefert seit Mitte des Jahres auch kommerziel Strom – mehr oder weniger stabil. Bei einer Nuklear-Stromproduktion von 0,04% des iranischen Gesamtstrombedarfs darf angezweifelt werden ob man Bushehr im zivilen Sektor überhaupt benötigt – zum Vergleich: Deutschland erzeugt knapp 18% seines Stroms aus Nuklearen Quellen.

Während also nach wie vor weiter investiert wird in diese gefährliche, weil im Katastrophenfall zeitlich und flächenmässig unkontrollierbare Technologie, fand am 13.12.2012 im Deutschen Bundestag eine erste Lesung zum Thema ‚Gesetz zur Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Asse‘ statt. Das Ergebnis der geplanten drei Lesungen könnte in einem Gesetz münden, welche es der Politik letztendlich ermöglicht den „Müll“ dort zu belassen / „betonieren“, wo er ist.
Dennoch rechnet man aktuell noch, zur Rückholung dieser Altlasten, mit vier Milliarden Euro Kosten – wo doch jeder weiß dass die „Bau“-Realität in wenigen Jahren schon ganz anders, in diesem Falle einige Milliarden Euro teurer, aussehen dürfte. Und nein, nicht die direkten Verursacher, sondern die Endkosumenten, also die Steuerzahler, kommen für diese Kosten auf, ansonsten würde der ach so billige Atomstrom bestimmt nicht mehr so günstig sein wie die Eon’s RWE’s und Co. Strom AG’s dieser Welt uns vorrechnen wollen….

http://www.heise.de/tp/blogs/2/153360