Diese Woche: 2012 waren mehr als 21 Prozent Erneuerbare Energien am Netz

Kategorie: Allgemein, News
Datum: 16.01.2013

Über 21% Bruttostromleistung haben im letzten Jahr die sogenannten „Erneuerbaren Energien“ geliefert, wobei die Aufsplittung nach der jeweilige Erzeugungsart durchaus interessant ist, außerdem gibt es endlich halbwegs bezahlbare Batteriespeicher für PV/Solar-Anlagen und weitere News zu der Energiewende, Techniken usw. usf 🙂

Strom 2012 in Deutschland, eine Auflistung:

„nicht Erneuerbare“
25,6% Braunkohle (2011: 24,6% = +1%)
19,1% Steinkohle (2011: 18,5,3% = +0,6%)
16% Kernenergie / Atomstrom (2011: 17,7% = -1,7%)
11,3% Erdgas (2011: 13,6% = -2,3%)
6% Heizöl, Pumpspeicher u.a. „nicht Erneuerbare“ (2011: 5,3% = 0,6%)

„Erneuerbare“
7,3% Windkraft (2011: 8%)
5,8% Biomasse von (2011: 5,4%)
4,6% Solarstrom / Fotovoltaik / Photovoltaik (2011: 3,2%)
3,3% Wasserkraft (2011: 2,9%)
0,8% Siedlungsabfälle (2011: 0,8%)

Quelle: ag-energiebilanzen.de

Schön ist zwar, dass die Erneuerbaren Energien weiterhin deutlich zulegen konnten, von 20,3 auf den Gesamtanteil von 21,9% an dem erzeugten Bruttostromanteil in .DE, aber gleichzeitig wird dieser Erfolg sabotiert indem Gaskraftwerke (weil weniger rentabel) weniger betrieben werden und die vermeintlich günstigeren Kohlekraftwerke (weil mehr rentabel, dank der „günstigen“ auch deutschen Kohle) wesentlich häufiger angefeuert wurden. Dies ist eine fatale Fehlentwicklung, bei der es viele Verlierer gibt und nur wenige Gewinner, v.a. die großen Stromkonzerne die währenddessen auch noch Leute entlassen und satte Milliardengewinne einfahren werden.

Weitere Details zu dem Energiebericht findet Ihr bei der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen.

Batteriespeicher für Solarsysteme fielen preislich im letzten Jahr etwa um 20-30% und die Juwi Solar GmbH ist eine der wenigen Firmen die sich auch Preise zu nennen traur. So fängt das kleinste System bei 9.900 Euro, allerdings zzgl. der MwSt. und Installationskosten von zusätzlich 990 Euro zzgl. MwSt. Dieses System in der Größe „S“ bietet 4,6 kWH mit 2,4kW Leistung für den Privatbesitzer der die MwSt. allerdings vermutlich nicht absetzen kann, weshalb sich einen Gesamtinvestitionssumme von etwas mehr als 13.000 Euro errechnet, was je nach Solar-Anlagengröße mind. einer Verdoppelung der Initialkosten (der Solaranlage selbst) entspricht. Der Hersteller spricht von etwa 20 Jahren Laufzeit bei 5000 Ladezyklen, dies ist allerdings nicht belegbar. Was zudem mit dem Altgerät passiert sobald es nicht mehr funktioniert, dieses enthält immerhin giftige Batterien, ist bisher auch noch nicht emdgültig geklärt. Interessant ist solch‘ eine nahezu-„Insellösung“ aber allemal. Zudem werden in den kommenden 3-5 Jahen die Preise solcher Systeme erheblich fallen, da a) mehr Konkurrenz entsteht bis dahin, b) die Förderpreise für Solarstom weiter fallen und c) die Strompreise weiter steigen werden. Es bleibt also spannend und ich kann nicht versprechen, dass ich bei 5000-6000 Euro nicht schwach werden 😉

Eine wesentlich kleinere, dafür auch günstigere und, nach Herstellerangaben, tragbare Lösung ist das Yeti150 von GoalZero mit 150kWH, welches angeblich im Gesamtpaket nur 400US$ zzgl. MwSt. kosten soll – allerdings wird das Gerät ersteinmal nur in den USA erscheinen.

Die Anti-Nachricht der Woche: Wie nicht anders zu erwarten, nach dem Wahlausgang in Japan, könnte es zu einer Wieder-Inbetriebnahme vieler Atomkraftwerke in Japan kommen.